Über mich

Ich bin 1973 geboren, und zusammen mit einer älteren Schwester auf gewachsen. Ich hatte eine sehr schöne Kindheit, die  von Freiheit und spielen in der Natur geprägt war. In der Nachbarschaft lebten viele Kinder, und gemeinsam konnten wir die Straßenspielkultur noch genießen. Wir waren den ganzen Tag draußen unterwegs, und unsere Eltern wußten zum Glück nicht, was wir so trieben. Abends tauchten wir dann dreckig, glücklich, hungrig und müde wieder zu Hause auf.

Für Schule hatte Ich nicht viel übrig. Ich bin hin gegangen weil ich mußte. Viel zugetraut hat man mir dort auch nicht, und so endete meine Schulkarriere erst mal mit dem, heute so verpönten, Hauptschulabschluss. Wegen hochgradiger Schüchternheit, war ich für den Lehrstellenmarkt kein Gewinn, und so entschied ich mich meinen Realschulabschluss nach zu holen. Noch bis vor kurzem habe ich mich minderwertig gefühlt, weil ich kein Abitur gemacht habe. Zum Glück habe ich inzwischen erkannt, dass das nichts mit meinem Wert als Mensch zu tun hat. Ich leiste in meinem Job gute Arbeit, und  kein Kind hat mich je gefragt ob ich denn auch qualifiziert genug bin um es zu trösten, wenn es weint, ihm die Schuhe zu  binden oder die Windeln zu wechseln.

Und auch als Mutter spielt das keine Rolle. Bei meinen Kindern sind andere Qualitäten gefragt. Durch die hohe Altersspanne  meiner Kinder, stecke ich zwischen Verhandlungen um mehr Fernsehzeit, Diskussionen um politisches Weltgeschehen und feilschen um eine zweite Gute Nacht Geschichte. Die beiden Ältesten haben gerade die Schule verlassen, und bereiten sich auf Studium und Lehrstelle vor, der Mittlere kämpft noch mit Lehrern und Pubertät und die Zwillinge beginnen in wenigen Wochen mit der Schule.

Und trotzdem habe ich mich im letzten Jahr doch noch entschieden, die Schulbank erneut zu drücken. Ich habe eine Weiterbildung zur Erzieherin  begonnen. Meine beruflichen Chancen, und auch meine Bezahlung als Kinderpflegerin sind eher als bescheiden zu betrachten. Das erste Jahr liegt bereits hinter mir, und ich kann nur sagen, dass diese Entscheidung mein Leben um ein vielfaches bereichert hat. Es tut gut, den Kopf wieder an zu strengen, und es ist eine Bereicherung, einen neuen Kosmos neben der Familie aufgebaut zu haben.

Langeweile kommt also so schnell nicht bei mir auf, und das Pädagogik mein Thema ist, ahnst Du sicher schon. Vielleicht hast Du ja Lust mit mir gemeinsam darüber nachzudenken, was Kinder brauchen um glücklich zu sein, ich würde mich freuen

Liebe Grüße

Tanja

search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close