6 Dinge die den Alltag als Mama leichter machen!

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1. Die 80 zu 20 Regel, oder fast perfekt ist auch genug!

 

Besonders wir Frauen neigen zum Perfektionismus, und um den zu erreichen gehen wir oft weit über unsere Grenzen hinaus.

Die 80 zu 20 Regel besagt, dass man mit 20% Aufwand, 80% der Aufgaben erledigen kann.

Für die verbleibenden 20% bis zur Perfektion, benötigen wir einen Arbeitsaufwand von 80%!

Lohnt sich dieser Aufwand wirklich und ließe sich die Zeit nicht besser nutzen?

Nehmen wir die Hausarbeit. Wo Kinder leben fällt viel Chaos und Schmutz an. Man könnte den ganzen Tag putzen und aufräumen, bis alles porentief rein ist. Das Ergebnis wäre, eine blitzende und blinkende Wohnung, und Kinder, die ihre Mutter nur als putzwütigen Derwisch in Erinnerung behalten. Nur hört man leider eher selten von Menschen, die man nach ihren schönsten Kindheitserinnerungen fragt, dass es Zuhause immer so schön aufgeräumt und sauber war!

Praktisch heißt das für mich, dass ich täglich für eine Grundordnung im Haus sorge. Für mich hilfreich ist hier eine “Streuner Kiste” geworden, mit der gehe ich durch die “Gemeinschaftsräume”,  und sammle alle Dinge  ein, die nicht dorthin gehören. Diese Kiste begleitet mich bei meiner Aufräumtour durchs Haus, und immer wenn ich im nächsten Raum bin, nehme ich die Dinge wieder aus der Kiste, die in dieses Zimmer gehören und stelle sie an ihren Platz.

Bei dieser Tour sammle ich auch die Dreckwäsche ein. Die erste Maschine stelle ich direkt nach dem Aufstehen an, die Zweite wenn ich am Nachmittag nach Hause komme. Unsere Waschküche ist nie leer, aber so habe ich die Wäscheflut im Griff.

Als Hundbesitzer müssen wir einmal täglich saugen, und bevor ich das Haus verlasse räume ich noch die Küchenarbeitsfläche auf und die Spülmaschine ein.

Von den drei Bädern, die wir haben, putze ich täglich nur eins und manchmal keins. Bei uns kann man also nicht immer von der Toilettenbrille essen, aber das Verlangen danach hatte  bisher auch noch keiner!

Alles andere mache ich, wenn mir auffällt, das es nötig ist!

Das Bügeln habe ich übrigens auch schon lange aufgegeben. Ich kann hervorragend knitterfrei aufhängen. Und die wenigen Teile in unseren Kleiderschränken, die doch mal ein Bügeleisen brauchen, bügel ich, wenn sie getragen werden sollen. Eine last minut Aktion mit dem Föhn kann hier auch hilfreich sein.

 

  1. Fange nur einen “Krieg” an, wenn du die Kraft hast ihn bis zum    

         Ende zu führen!

Das am häufigste benutzte Schlagwort, wenn es um Erziehung geht, ist “Konsequenz”.

Wir Eltern sollen konsequent sein, uns nicht von den Kindern auf der Nase herum tanzen lassen und immer das durchziehen, was wir ankündigen. Und das, woran die meisten Eltern in der Erziehung scheitern ist, na? Richtig, am Konsequent sein!

Ich bin mir meiner Inkonsequenz bewusst. Diese kleinen “Biester” wissen aber auch genau, wie sie mich um den Finger wickeln! Und wenn sie mich nicht gewickelt kriegen, dann gehen sie zum Papa.

Meine Strategie ist hier, mir vorher gut zu überlegen, ob ich gerade die Kraft, die Zeit und die Lust auf ein Machtkämpfchen habe und wie Wichtig es mir ist, meinen Willen durch zu setzen.

Sicher gibt es Dinge und Regeln, die nicht zur Diskussion stehen. Besonders wenn es um die Sicherheit und Gesundheit der Kinder geht, bin ich klar und konsequent.

Aber dazwischen gibt es oft so viele “Neins” die ich aus Bequemlichkeit oder eigenen Befindlichkeiten ausspreche. Das sorgt dann häufig für Unfrieden und Streitereien. Denn wenn meine Kinder eins nicht leiden können, dann sind das Ungerechtigkeiten, und hier sind sie zum Kampf, David gegen Goliath, bereit.

Ich darf als Mutter Fehler machen und Diese auch vor den Kindern zugeben. Ich darf meine Meinung ändern und mich von den Kindern durch ihre schlagkräftigen Argumente vom Gegenteil überzeugen lassen. Aber ich sollte nicht einknicken und ihrem Willen nachgeben nur um meine Ruhe zu haben.

Unsere Kinder haben einen großen, eigenen Entscheidungsspielraum in dem sie sich ausprobieren dürfen und lernen können. Wichtig ist aber, dass wir als Erwachsene bereit sein müssen, diese Entscheidungen auch zu akzeptieren, auch wenn wir glauben es besser zu wissen.

 

  1. Freiraum für Mama und Papa!

Als Paar sind wir selten unterwegs und unser Bedürfnis danach ist sehr gering. Wir sind gerne mit unseren Kindern zusammen. Was wir erleben, möchten wir mit ihnen gemeinsam erleben. Die Zeit mit ihnen ist so kurz.

Aber ich brauche auch Auszeiten, in denen ich Kinderfrei habe. Meine Arbeit ist da nicht geeignet,  potenziert sich dort doch die Anzahl der Kinder, für die ich mitverantwortlich bin um ein Vielfaches. Mein Mann hat da etwas mehr “Glück”. Wenn er an seinem Arbeitsplatz ist, kann er sich ganz ungestört auf seine Aufgaben konzentrieren. Ich kann mich nur selten in eine Sache vertiefen, ohne Unterbrechung und Störungen.

Darum habe ich mir einige kleine Inseln der Ruhe geschaffen. Joggen und Yoga z.B., oder eine Hunderunde durch den Wald. Eine Stunde in der Badewanne “abtauchen” und youtube Videos auf dem Handy schauen, ein kleines Nachmittagsschläfchen auf der Couch oder mit einem guten Buch auf der Selbigen verschwinden.  In ganz akuten Fällen, können auch mal zehn Minuten aufs  Klo flüchten, hilfreich sein, egal ob man muss oder nicht.

Eine große Krafttankstelle ist für mich auch der sonntägliche Gottesdienstbesuch. Die Kinder haben ihr eigenes Programm im Gemeindehaus und ich kann mich voll und ganz auf Gottes Wort einlassen.

Auch das hier, schreiben für meinen Blog, ist meine persönlich Zeit, die mich mit Zufriedenheit erfüllt. Mutter sein ist eine schöne, bereichernde Lebensaufgabe, sollte aber nicht unsere einzige Erfüllung sein.

 

  1. Gesunde Ernährung!

Ein Motor braucht Kraftstoff um zu laufen. Unser Auto bekommt das beste Motoröl, und auch beim  Benzin nehmen wir lieber die hochwertige Variante. Bei den Dingen die wir  unserem Körper zu führen, sind wir oft nicht so kritisch. Fakt ist, dass das was die Lebensmittelindustrie uns anbietet kein gesundes Essen ist, welches eine störungsfreie “Motorleistung” garantiert.

Ich persönlich habe mich für eine vegane Ernährung entschieden und sie tut mir sehr gut. Ich möchte aber niemanden missionieren.  Schlechte Lebensgewohnheiten wie ungesundes  Essen, Nikotinkonsum und mangelnde Bewegung machen uns Menschen krank. Unser Körper ist nicht gemacht für Lebensmittel aus der Chemieküche, und er reagiert mit Allergien und Krankheiten.

Wir ziehen Bio Lebensmittel wann immer es geht den konventionellen Produkten vor, besonders bei Obst und Gemüse, welches den größten Anteil unserer Mahlzeiten ausmacht. Bis auf unserer großen Tochter, essen alle anderen Familienmitglieder Milchprodukte und auch Fleisch. Da ich von den Vorteilen der veganen Ernährung überzeugt bin, habe ich oft ein schlechtes Gefühl dabei, aber ich kann und will niemanden zu diesem Schritt zwingen. Ich hoffe einfach auf den Effekt des Vorbilds.

Mein Booster am Morgen  ein Smoothie, bestehend aus zwei Händen voll frischen Spinatblättern oder Salat, einer Banane, Blaubeeren, Hafermilch, einem Schuss Aronia Saft und einem Teelöffel Matcha Pulver. Damit komme ich gut bis zum Mittagessen, welches auch aus Gemüse besteht. Ich habe kaum noch Heißhungerattaken auf Süßkram, wonach ich früher süchtig war. Wenn mein Tank leer war, habe ich schnell zum Schokoriegel gegriffen, was zwar kurzfristig für einen Energieschub gesorgt hat, der aber genauso schnell wieder auf Null gesunken ist. Ihr müsst weder Vegetarier noch Veganer werden, noch totalen Verzicht üben. Gönnt eurem Körper einfach mehr gute als schlechte Lebensmittel und achtet darauf, dass sie möglichst natürlich und nachhaltig  entstanden sind.

 

  1. Ein gutes Netzwerk!

Ein afrikanisches Sprichwort besagt, das es ein ganzes Dorf braucht um ein Kind auf zu ziehen. Leider haben die wenigsten von uns ein ganzes Dorf, das unsere Kinder beim aufwachsen unterstützt. Im Gegenteil, wir Mütter sind sehr isoliert und haben kaum noch direkte Vorbilder, an denen wir uns bei der Erziehung unserer Kinder orientieren können. Die früher übliche Lebensgemeinschaften von mehreren Generationen einer Familie sind heute eine Seltenheit geworden. Die Entfernung zu Oma und Opa ist oft nur mit einer Tagesreise zu überwinden . Sicher ist es gut, dass wir unsere Erziehungsstile, im vergleich zu unseren Ur-Großeltern, verändert haben und die Sicht auf das Kind eine andere geworden ist. Das Familien eng zusammen gelebt haben, war für die Kinder aber ein großer Vorteil. Es lebten verschiedene Modelle von Menschen mit ihnen zusammen, von denen sie lernen konnten. Die Mütter hatten Unterstützung im Alltag und verschiedene Ansprechpartner. Auch für die Alten hatte diese Lebensart Vorteile, wurden sie doch nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt und zu nutzlosen Pflegefällen degradiert. Sie konnten ihr Leben lang ihren Beitrag in der Familie leisten, egal wie groß oder klein der war.

Eure Kinder brauchen Vorbilder um von ihnen zu lernen. Eltern, Erzieher und Lehrer reichen hier nicht aus. Baut euch euer eigenes Dorf, ein Netzwerk aus vielen verschiedenen Menschen, auf. Sucht euch Gleichgesinnte und Andersdenkende, verbringt Zeit zusammen, schafft einen Ort der Begegnung und unterstützt Euch gegenseitig.  Die meisten Menschen blühen auf, wenn sie etwas von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen weiter geben können. Sucht nach solchen Menschen in Eurer Umgebung und lasst eure Kinder von ihnen lernen.

 

  1. Nimm es gelassen!

Ich habe ja jetzt schon einige Jahre Leben mit Kindern hinter mir und wenn ich eins gelernt habe, dann mich nicht so in Sachen zu verbeißen. Alles ist nur vorrübergehend. Die schlaflosen Babynächte gehen vorbei, die Trotzphase geht vorbei, die Schimpfwort Phase des Dreijährigen geht vorbei, die Windelphase geht vorbei, Probleme in der Schule gehen vorbei und sogar die Pubertät geht vorbei und heraus kommen wirklich tolle Erwachsene, auch wenn es Zeiten gab, an denen ich das bezweifelt habe. Wenn wir in den Problemen stecken, fühlt es sich an, als würde es nie besser werden und immer so bleiben. Aber so ist es nicht. Es sind alles vorübergehende Phasen, auf die wir irgendwann zurück blicken.

Es ist nicht immer leicht durch zu halten und es wird auch nicht alles so, wie wir uns das vorstellen, aber es wird alles irgendwann gut.

Nehmt den Druck raus, der auf Euch und Eurem Kind lastet. Dann übersteht ihr die schwierigen Zeiten unbeschadet.

Lasst Euch nicht von Anderen beeinflussen. Ihre Kinder konnten natürlich früher laufen, schneller sprechen,schliefen vom ersten Tag an durch und sind hochbegabt.

Aber hey, Eure können so prima die Creme im Bad, auf dem Spiegel verteilen, dass Galerien sich darum reißen würden, sie als Kunstwerk ausstellen zu dürfen.

Eure Kinder sind so fantasievoll beim Ausreden erfinden, warum sie die Hausaufgaben nicht gemacht haben, dass man ein Märchenbuch davon schreiben könnte.

Wenn Eure Kinder Nachts ein Liedchen singen, statt zu schlafen, dann werdet ihr euch noch in zwanzig Jahren an das glockenhelle Stimmchen erinnern das in einer heißen Juninacht “Oh Tannenbaum” gesungen hat und nichts ist mehr wert, als das fröhlich feuchte Begrüßungsküsschen, vom Dreijährigen der sich noch am Morgen schreiend geweigert hat ohne uns im Kindergarten zu bleiben.

 

In einem youtube Video habe ich einen interessanten Rat gehört, den ich hier gerne weiter geben will.” Ärgere dich nicht länger als fünf Minuten über eine Sache, die in fünf Jahren keine Bedeutung mehr hat”.  

 

2 Kommentare zu „6 Dinge die den Alltag als Mama leichter machen!

  1. Super geschrieben und sooo wahr! Vielen Dank dafür 🙂

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