Ausländer

Hast Du je darüber nach gedacht, dass jeder Mensch in mehr Ländern Ausländer ist als Einheimischer?

Wenn mans genau nimmt bist du Eingeborener

in einem einzgen Land,

in jedem anderen wirst auch du

Fremder genannt.

Und ist es für Tage und wenige Wochen nur,

all inclused und Zeitvertreib,

dann ist von Zweifeln keine Spur,

von Fremdenhass und braunem Frust,

das braucht nur Geld und Reiselust.

Und die Einheimischen waren so freundlich,

sie luden uns ein ihre Gäste zu sein.

Kommen sie zu uns, müssen sie ins Asylantenheim.

Unser Misstrauen wird plötzlich so groß,

warum nur bloß?

Es ändert doch dein tiefstes Ich,

der geographische Standort nicht.

Und auch die Farbe deiner Haut,

darf kein Grund für Vorurteile sein

wer anders denkt, denkt nicht groß,

sondern klein.

Nur ein Vorurteil stimmt in jedem Fall,

Menschen sind Ausländer irgendwo,

Rassisten sind Arschlöcher überall.

Wir bluten alle rot,

und unsre Schatten sind von gleicher Farbe.

Egal an welchen Gott ich glaube,

und was für Kleidung ich an mir trage.

Ich will den Mensch im Menschen sehen,

erst vom guten Kern ausgehen.

Im Vorurteil steckt Urteil doch schon drin.

Macht Verteidigung denn da noch Sinn?

Was soll der Andere den sagen,

wenn unsre Fragen ihn anklagen,

warum er ist so wie er ist,

weißt du denn warum du der bist, der du bist?

Warum bist du geboren hier in diesem Land?

Hast du das Glück darin erkannt?

Weißt du, dass du in einem Sozialstaat aufgewachsen bist?

Und weißt du wie asozial unser Benehmen oft ist?

Wir fordern was uns zu steht und noch mehr,

aber geben wollen wir nicht so sehr.

Das Leid der Anderen rückt oft in die Ferne,

Nachrichten lassen sich schnell weg schalten.

Eben warn noch hungernde Menschen zu sehen,

auf dem andren Programm sieht man Magermodels über den Laufsteg gehen.

Doch auch wenn wir nicht hin sehen,

passieren tuts auf jeden Fall,

hier, nebenan und überall.

Die Menschen fliehn vor Terror, Hunger und Krieg,

und wenn wir sie hier nicht wollen,

wissen sie nicht wo sie sonst hin sollen.

Sie flüchten zu Fuß oder mit winzigen Booten,

zu hundert Mann.

Was macht man, gekentert im Meer,

wenn man nicht schwimmen kann?

Sie ertrinken auf dem Weg in ein besseres Leben,

Männer, Frauen und Kinder ganz klein.

Und das soll Richtig so sein?

Doch um unser Welten Elend zu sehn,

können wir auch einfach in die Nachbarstadt gehen.

Wer kannte den Obdachlosen der wurde verbrand,

lebendig verbrand von Menschenhand?

Wer hat ihn gesehen, wenn er bettelnd vorm Supermarkt stand?

Wer weiß welches Schicksal in dort hin brachte?

Wer weiß wovon er träumte, was er gern machte?

Wir dürfen nicht schweigen.

Wir müssen aufstehen, nicht weg sehn,

kein „das geht mich nichts an“,

vielleicht bist du beim nächsten mal dran.

Vielleicht trifft dich eine Faust mit voller Wucht ins Gesicht,

ihm gefiel deine Blick, deine Augenfarbe nicht.

Wir sind die Anwälte der Menschlichkeit,

wer ist zu gewaltlosem Kampf bereit?

Es gab sie schon die einsamen Helden,

sie haben sich dem Hass in den Weg gestellt.

Hätten wir helfend den Schlag abgewehrt,

bevor Tugce zu Boden fällt?

Einsam fällt so mancher Held.

Der Preis für Mut muss nicht das Leben sein,

wenn alle aufstehen, steht keiner allein.

Mit einer Kerze machst du die Nacht nicht hell,

doch eine entzündet die Andere schnell.

Und wenn sie leuchten, für Frieden und Liebe und Menschlichkeit,

dann sind wir zum Kampf gegen Rassismus bereit.

Es gibt sie, die Hoffnungsschimmer unserer Zeit.

Mahatma Gandhi, Nelson Mandela, Mutter Theresa,

über deren kleine Flamme Anfangs viele lachten,

bis sie ganze Feuer des Friedens entfachten.

Nicht mehr zu löschen, und die Welt zu einem besseren Ort machten.

Ohne Gewalt, mit Mitgefühl und Liebe nur,

folgt denen, dann seit ihr auf der richtigen Spur.

Und um mit den Worten der Ärzte zu schließen:

Es ist nicht deine Schuld, das die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld

wenn sie so bleibt“

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